Fraglos zählt der französische Ingenieur weltweit in den Fahrerlagern des Motorsports zu den bestens bekannten Persönlichkeiten. Seine Erfolge in der Leitung von Teams in diversen Rennserien sprechen für sich. Als Gründer der Teams ART Grand Prix und ASM feierte Vasseur mit diesen beiden Rennställen in den vergangenen Jahr große Erfolge. Zudem zeigte er bei der Suche nach jungen Talenten viel Fingerspitzengefühl. In der GP2, der GP3 sowie der Formel 3 Euro Serie wurden acht, neun beziehungsweise zwölf Titel geholt. Drei später gefeierte Formel 1-Weltmeister – Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Nico Rosberg – zählten in jungen Jahren neben vielen anderen zu Vasseurs Talentpool.

Motorsport – der Beginn

Nach erfolgreichem Abschluss in den Fachbereichen After Aeronautical Techniques und Automotive Engineering an der ESTACA im Jahr 1996 gründete Vasseur sein erstes Rennteam, ASM. Gemeinsam mit Renault stieg er im selben Jahr in die Formel 3-Meisterschaft ein. Mit dem ersten Meisterschaftstitel in der Tasche, schloss Vasseur einen Partnerschaftsvertrag mit Mercedes.

2003 nahm ASM an der Formel 3 Euro Serie teil. Zwischen 2004 und 2009 gewann das Team diese Meisterschaft Jahr für Jahr. Zu den Erfolgen zählten auch Siege bei prestigeträchtigen Rennen wie den Masters in Zandvoort und dem Macau Grand Prix.

Wo Stars geboren werden

Unter Vasseurs wachsamen Augen machten sich viele Fahrer in der Formel 3 Euro Serie auf den Weg in die Höhen des Motorsports. Unter ihnen findet man Namen wie Romain Grosjean, Jules Bianchi, Paul Di Resta und Jamie Green, um nur einige zu nennen.
2004 setzte Vasseur seine Reise in Richtung Spitze des internationalen Motorsports fort. Er gründete ART Grand Prix und setzte das Team im folgenden Jahr in der GP2-Meisterschaft ein. Seitdem wurden in der GP2 acht Meistertitel gewonnen – vier in der Team-Wertung, vier weitere – von Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Nico Hülkenberg und Stoffel Vandoorne – in der Fahrer-Wertung. Weitere Erfolge schließen Titel in der GP3-Serie ein, die von Esteban Gutiérrez (2010), Valtteri Bottas (2011), Esteban Ocon (2015) und Charles Leclerc (2016) gewonnen wurden.

Formel E trifft Formel 1

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung gründete Vasseur 2012 die Firma Spark Racing Technology (SRT), die Hybrid- und Elektroantriebe entwickelt. 2014 wurde die Formel E geboren, eine Rennsportmeisterschaft der FIA, in der in den größten Städten der Welt Elektroautos an den Start gehen. Spark Racing Technology wurde vertraglich angeworben, um für die Formula E Holdings (FEH) 40 einsitzige Rennwagen (Spark-Renault SRT_01E) zu produzieren.

2016 machte Vasseur als Team Principal des neu gegründeten Formel 1 Teams Renault Sport seinen ersten Schritt in den Grand Prix-Sport. 2017 wechselte Frédéric Vasseur als Chef des Formel 1-Teams und CEO der Sauber Motorsport AG zu Sauber.

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