Juli 12, 2020

Unser Pulver im strömenden Regen trocken halten

FIA Formula1 Pirelli Grosser Preis der Steiermark 2020 – Qualifying – Samstag
Wetter: FT3: abgesagt; Q: nass, 14,7-14,6°C Luft, 20,4-19,3°C Asphalt

Mehr als 45 Minuten Wartezeit, und das an einem Tag, an dem die FT3 bereits abgesagt worden war; da der Regen immer wieder über den Red Bull Ring strömte, und somit die Vorzeichen für die Qualifikation nicht allzu positiv waren. Und doch waren die ersten Anzeichen von der Strecke gut, denn unsere beiden C39 waren dem Grand Prix von Österreich in der vergangenen Woche scheinbar einen Schritt voraus. Ein besseres Tempo hätte in Q2 einen, wenn nicht sogar zwei Plätze bedeuten können, aber die Motorsport-Götter waren heute nicht auf unserer Seite.

Als sich das erste Segment der Qualifikation dem Ende zuneigte, hing für Kimi und Antonio alles in der Schwebe. Mit einem letzten Versuch, einen Platz unter den ersten 15 zu erobern, setzten beide Fahrer grüne Sektoren, aber das sollte nicht sein. Ein kleiner Fehler verwandelt sich unter diesen Bedingungen in einen großen Dreher; ein großer Dreher wird leicht zur roten Flagge – innerhalb von Sekunden wurden die Chancen beider Fahrer, in Q2 aufzusteigen, zunichte gemacht.

Doch trotz der Enttäuschung können wir uns auf die positiven Aspekte konzentrieren. Da unsere Autos im Rennen stärker scheinen zu sein, so wie es der Fall in der vergangenen Woche war, können wir hoffen, morgen Plätze gutmachen zu können. Die Bedingungen sollten trockener sein, das Rennen lang. Wir sind mit Punkten aus dem ersten Grand Prix von Österreich nach Hause gekommen – wir können uns zum Ziel setzen, es morgen noch einmal zu schaffen.

 

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing ORLEN und CEO Sauber Motorsport AG: „Wir scheinen in Bezug auf die Leistung, zumindest im Vergleich zur vergangenen Woche, einen Schritt nach vorn gemacht zu haben, so dass es eine Enttäuschung ist, beide Autos in Q1 schon zu verlieren. Wir sahen für Q2 stark genug aus, aber leider haben wir nicht ganz so gut abgeschnitten, denn Antonio drehte sich auf einer sehr guten Runde, und Kimi wurde seine beste Runde durch die rote Flagge ruiniert. Die Bedingungen heute waren sehr schwierig, aber wir müssen auf alles vorbereitet sein, was der morgige Tag bringen wird. Wir glauben, dass wir das Tempo haben, um einen Platz unter den ersten zehn zu erkämpfen, also müssen wir bereit sein, es im Rennen zu zeigen.”


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing ORLEN C39 (Chassis 02/Ferrari)
3. Training: wurde gestrichen / Q: Platz 16 / 1.21,372 (12 Runden)

„Es ist enttäuschend in Q1 auszuscheiden, denn wir hatten heute ein ordentliches Tempo, viel besser als letzte Woche, aber am Ende konnten wir es nicht umsetzen. Wir hatten das Potenzial für ein gutes Ergebnis, und unsere Zeiten sahen wirklich gut aus. Ich fuhr zu Beginn der Session einige gute Runden, fand aber etwas Verkehr vor, was ziemlich unglücklich war. In meiner letzten Runde hatte ich noch alles vor Augen, ich verbesserte mich, aber dann bedeutete die rote Flagge, dass ich die Runde nicht beenden konnte. Das ist eine verpasste Gelegenheit, aber wir werden morgen versuchen, Plätze gutzumachen. Die Bedingungen werden wahrscheinlich anders sein, es wird ein anderer Tag sein. Wir werden von dort aus weitermachen und unser Bestes geben.”


Antonio Giovinazzi (car number 99):
Alfa Romeo Racing ORLEN C39 (Chassis 04/Ferrari)
3. Training: wurde gestrichen / Q: Platz 19 / 1.21,831 (12 Runden)

“Es war eine schwierige Session, auch wenn wir zu Beginn der Session sehr stark waren. In der letzten Runde brauchten wir etwas Besonderes, ich habe versucht, so viel wie möglich zu pushen, um die Position zu erreichen, aber leider bin ich in der vorletzten Kurve über die Kerbs gefahren, habe das Heck ein wenig verloren und das war’s. Es ist schade, denn ich habe meine Zeit um fast eine Sekunde verbessert, und ich glaube, ich hätte es bis in Q2 geschafft. Morgen könnte es trocken sein, so dass wir mit völlig anderen Bedingungen zu kämpfen haben. Wir starten wie in der vergangenen Woche von hinten, aber genau wie am vergangenen Sonntag müssen wir das Rennen für uns anpassen. Wir wissen, dass wir das Tempo haben, um uns zu verbessern, also werden wir nicht aufgeben.”