September 4, 2021

Temperamentvolle Leistung an einem Achterbahntag

FIA Formel 1 Großer Preis der Niederlande 2021 – Qualifying – Samstag

Ein sehr spannender Tag in Zandvoort, das beste Qualifying-Ergebnis des Jahres: Antonio Giovinazzi qualifizierte sich für den morgigen Grand Prix der Niederlande auf Platz 7. Robert Kubica, der als Ersatz für Kimi Räikkönen eingesprungen war, überwand die Schwierigkeiten seiner späten Berufung und qualifizierte sich auf Platz 18.

Der heutige Tag war einer dieser Tage, die vom Schock bis zum Jubel reichten. Die Nachricht von Kimis positivem Test hat das Team erschüttert, aber die Stimmung, die danach herrschte, war eine echte Anerkennung für alle bei Alfa Romeo Racing ORLEN. Robert Kubica, der nur wenige Stunden zuvor nicht damit gerechnet hatte, im Auto zu sitzen, konnte eine Strecke in Angriff nehmen, auf der er seit mehr als 17 Jahren nicht mehr gefahren war. Er nutzte eine verkürzte FT3-Session, um sich mit der Strecke vertraut zu machen, und qualifizierte sich mit weniger als einer Stunde Erfahrung auf dieser Strecke als solider achtzehnter.

Die beste Leistung des Tages zeigte jedoch Antonio. Eine atemberaubende Runde in Q1 brachte den vierten Platz, ein Zeichen für die Zukunft. Antonio sah den ganzen Nachmittag über stark aus, und selbst als ein technisches Problem an einer Radnabe seine Sitzung zu gefährden schien, setzte sich das Team durch. Die Mechaniker legten sich mächtig ins Zeug und reparierten das Auto rechtzeitig für Q3 und Antonio lieferte, als es darauf ankam.

Platz 7 in der Startaufstellung ist das beste Ergebnis des Jahres und entspricht Antonios eigener Karrierebestleistung. Eine starke Reaktion nach einem schwierigen Tag, die den Geist dieses Teams zeigt. Am morgigen Renntag werden die Punkte vergeben, und auch dann müssen wir in Form sein. Wir werden bereit sein, so wie wir heute bereit waren, anzupacken.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing ORLEN: „Unsere beste Qualifying-Leistung des Jahres steht am Ende eines Achterbahntages hier in Zandvoort. Natürlich begann der Morgen mit der Nachricht über Kimi, aber ich war stolz darauf, wie das Team darauf reagiert hat. Robert war in der Lage, sich schnell zurechtzufinden, obwohl es sich um eine schwierige Strecke handelte, auf der er noch keine Erfahrung hatte, und dann zeigte Antonio eine wirklich gute Leistung und qualifizierte sich als Siebter. Das Team hat in einem schwierigen Moment wirklich an einem Strang gezogen und seinen Geist gezeigt: Jetzt müssen wir das heutige Ergebnis in Punkte umwandeln.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing ORLEN C41 (Chassis 05/Ferrari)
FT3: Platz 15 / 1.11,299 (19 Runden)
Q1: 1.10,050 (8 Runden)
Q2: 1.10,033 (11 Runden)
Q3: Platz 7 / 1.09,590 (17 Runden)

„Das heutige Ergebnis fühlt sich wirklich gut an, und ich muss dem Team einen großen Dank aussprechen. Wir hatten zwischen Q2 und Q3 ein technisches Problem mit einer Radmutter, aber die Crew hat einen tollen Job gemacht: Sie haben alles getan, was sie konnten, um mich wieder auf die Strecke zu bringen. Dann musste ich wirklich hart pushen, denn ich wollte mich für ihre Arbeit revanchieren: Die Runde in Q3 war mega. Für das morgige Rennen haben wir eine gute Ausgangsposition, wir müssen weiter pushen, uns von Problemen fernhalten und die Gelegenheit nutzen, ein gutes Ergebnis einzufahren.“

Robert Kubica (Startnummer 88):
Alfa Romeo Racing ORLEN C41 (Chassis 02/Ferrari)
FT3: Platz 19 / 1.12,162 (27 Runden)
Q1: Platz 18 / 1.11,301 (9 Runden)

„Meine Aufgabe als Reservefahrer ist es, bereit zu sein, einzuspringen, aber man wünscht sich nie, dass dieser Fall wirklich eintritt. Ich hoffe, Kimi geht es bald besser. In Anbetracht der kurzen Vorlaufzeit und des wenigen Trainings, das ich hatte, denke ich, dass es heute gut lief. Das ist eine ziemlich anspruchsvolle Strecke, die ich fast von Grund auf neu erlernen musste, und das Training ging recht schnell, aber ich denke, ich habe die Zeit, die ich heute hatte, optimal genutzt. Leider wurde ich auf der letzten Runde in Q1 durch den Verkehr beeinträchtigt und konnte die Reifen nicht in das richtige Fenster bekommen, was meine Runde ruinierte. Morgen wird ein langes Rennen, mal sehen, was wir tun können.“