Oktober 23, 2019

#SuzGP: Wenn sich der Sturm gelegt hat

2019 FIA Formel 1 Japan Grand Prix – Rennen – Sonntag
Wetter: Qualifying: sonnig und windig, 22,7-21,5°C Luft, 38,6-34,0°C Asphalt; Rennen: sonnig und windig, 22,0-21,2°C Luft, 35,5-27,9°C Asphalt

Als wir am heutigen Morgen in Japan aufstanden, genügte ein Blick aus dem Fenster, um zu wissen, dass ein arbeitsreicher Tag bevorsteht. Verflogen waren die dunklen Wolken, die XXL-Portion Regen und der stürmische Wind. Stattdessen begrüßten uns ein blauer Himmel und warmer, wenn auch böiger Wind. Nachdem der Taifun Hagibis abgezogen war, kehrte Action in Gestalt einer Super-Sonntags zurück nach Suzuka, der vormittags das Qualifying und nachmittags den Grand Prix von Japan brachte.

Das Fahrerlager erwachte zu neuem Leben, und es herrschte überall reges Treiben, so als hätte es den freien Tag nicht gegeben. Das Qualifying war für uns eine gemischte Angelegenheit – Antonio sicherte sich Startplatz elf. Kimi landete eine Startreihe dahinter auf P13. Damit hatten wir mit Blick auf den Punktekampf gute Karten. Entsprechend ruhig und zuversichtlich war die Stimmung.

Doch leider leider blieben die dunklen Wolken, die sich am Himmel von Suzuka verzogen hatten, dem Team im übertragenen Sinn erhalten. Kimi und Antonio kämpften auf der Piste um jeden Zentimeter, verpassten aber letztlich die Punkteränge. Entsprechend verlassen wir Suzuka mit leeren Händen. Der Grand Prix von Japan endete für uns enttäuschend. Dennoch können wir Positives mitnehmen, beispielsweise die gute Pace, die wir in der Schlussphase des Rennens vorlegten.

Während der letzten vier Rennen der Saison kämpfen wir natürlich unverändert weiter. Wir werden uns neu gruppieren, um bereit zu sein, in Mexiko zu fighten. Bekanntlich gibt es nach jedem Sturm einen Regenbogen…


Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:

„Wir gingen mit der Hoffnung in das Rennen, die Top 10 zu erreichen. Nach den ersten Runden zeichnete sich dann allerdings ab, dass wir nicht in der Lage sein würden, mit um die Punkte zu kämpfen. In der Schlussphase konnten wir auf weichen Reifen ein deutlich höheres Tempo vorlegen. Daher müssen wir uns genau ansehen, was passiert ist. Wir müssen die Daten analysieren, um sicherzustellen, dieses Leistungs-Niveau während des gesamten Rennens zeigen zu können. In einem derart engen Mittelfeld müssen wir immer das Beste aus dem Auto herausholen. Andernfalls hat die Konkurrenz die Oberhand, so wie es heute geschah.“


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
Q: Platz 13
Renn-Resultat: Platz 14
Schnellste Runde: 1.33,190
Reifen: Neue Medium 15 Runden – neue Hart 21 Runden – neue Soft 15 Runden

„Unser Wochenende endete enttäuschend. Wir tun grundsätzlich immer alles, um ein gutes Resultat heimzufahren. Auf dem letzten Satz weicher Reifen war das Auto in der Schlussphase recht gut. Wir waren pro Runde um drei, vier Sekunden schneller als zuvor in diesem Rennen. Aber leider hatten wir bis dahin bereits viel Zeit verloren, und damit war der Nachmittag für uns gelaufen. Während der beiden ersten Stints auf Reifen der Mischung Medium und Hart fanden wir nicht die richtige Balance. Sie funktionierten einfach nicht, speziell vorn. Wir müssen uns die Daten ansehen, um zu verstehen, was passiert ist. Wir müssen herausfinden, was verbessert werden kann, damit wir die Performance, die wir in der Schlussphase des Rennens vorlegen konnten, konstant leisten können.“


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
Q: Platz 11
Renn-Resultat: Platz 16
Schnellste Runde: 1.32,369
Reifen: Neue Medium 18 Runden – neue Hart 31 Runden – neue Soft 2 Runden

„Für uns war es ein schwieriges Wochenende. Die windigen Bedingungen waren nicht ideal, aber letztlich ist es für alle gleich. Also müssen wir uns auf die Arbeit konzentrieren. Im Vergleich zu unseren Konkurrenten war unsere Pace im Qualifying besser als im Rennen. Wir müssen verstehen, weshalb das so war. Das Auto hat Potenzial, aber wir müssen weiter daran arbeiten, uns vor den letzten Rennen zu steigern, um für den Rest der Saison den bestmöglichen Job zu machen.“