Oktober 11, 2019

#SuzGP: Taifun-Warnung

2019 FIA Formel 1 Japan Grand Prix – Training – Freitag
Wetter: FT1: feucht und bedeckt, 26,9-24,6°C Luft, 36,0-30,3°C Asphalt; FT2: bedeckt, 28,8-27,6°C Luft, 33,7-31,5°C Asphalt

Rennwochenenden der Formel 1 folgen einem vertrauten Muster. Die Veranstaltungen folgen einem bewährten „Stundenplan“, der den Fahrerlager-Stammgästen so vertraut ist wie das morgendliche Aufwachen, Aufstehen, Waschen und Anziehen. Dann setzt sich die Routine an der Rennstrecke fort. Die Wochenenden laufen mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks. Der Zeitplan scheint wie in Stein gemeißelt. Naja, scheint…

Es braucht schon die Gewalt eines der stärksten Taifune, der Japan seit Jahrzehnten trifft, um den Zeitplan unseres Sports durcheinander zu wirbeln. Angesichts der dunklen Wolken, die den Himmel über Suzuka verdunkeln, drohendem sintflutartigem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h rückte der Sicherheitsgedanke in den Mittelpunkt des Geschehens: Der Veranstalter beschloss deshalb, das komplette Samstagsprogramm abzusagen. Das Fahrerlager wurde wetterfest gemacht und geschlossen, das dritte freie Training abgesagt und das Qualifying auf den Vormittag des folgenden Tages verschoben, womit es zu einem Super-Sonntags-Showdown kommen wird.

Was den Samstag betrifft, so werden wir volle Deckung nehmen und hoffen, dass alle in Sicherheit sind, während sich die Naturgewalten über Suzuka austoben. Sobald es aufhört zu regnen und der Himmel wieder klar ist, werden wir uns um bis dahin noch nicht erledigte Arbeiten kümmern. Gelegentlich muss sich der scheinbar unverrückbar zementierte Zeitplan eines Rennwochenendes nach Mutter Natur richten.

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
1. Training: Platz 12 / 1.31,307 (27 Runden) / 2. Training: Platz 11 / 1.29,477 (29 Runden)

„Für mich war es ein ziemlich einfacher Freitag. Wir drehten einige Runden mehr als ursprünglich geplant, um den Ausfall des morgigen dritten freien Trainings zu kompensieren. Aber unterm Strich berührten uns die Planänderungen nicht sonderlich. Wir liegen knapp außerhalb der Top 10, und die Abstände sind sehr gering. Gemeinsam mit den Ingenieuren werden wir versuchen, die Performance zu verbessern, da es nach dem Training grundsätzlich möglich ist, Leistungsverbesserungen zu erzielen. Es ist allerdings unmöglich vorherzusagen, wie wir im Qualifying abschneiden werden. Wir müssen uns gedulden und abwarten, was am Sonntag geschieht – es wird eng.“


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
1. Training: Platz 20 / 1.36,887 (4 Runden) / 2. Training: Platz 15 / 1.29,651 (33 Runden)

„Wegen eines Hydrauliklecks verpassten wir den größten Teil des ersten freien Trainings, was nicht gerade der beste Start in ein Wochenende ist. Suzuka ist für mich eine neue Rennstrecke und zusätzlich auch eine ziemlich herausfordernde Strecke. Deshalb wäre es für mich wichtig gewesen, möglichst viele Runden zu fahren. Zumindest versuchten wir, die verlorengegangene Zeit nachmittags gutzumachen, und tatsächlich legten wir im zweiten Training eine Menge Kilometer zurück. Schon nach nur zwei Trainingssitzungen kann ich sagen: Suzuka ist die beste Rennstrecke, auf der ich bisher in der F1 fuhr. Leider müssen wir morgen wegen des Wetters pausieren und verpassen dadurch das dritte Training. Das macht dieses Wochenende für mich nicht gerade einfacher. In jedem Fall werden wir am heutigen Abend versuchen, die optimale Abstimmung zu finden, um am Sonntag im Qualifying und im Rennen gut abschneiden zu können.“