Juli 2, 2019

#SpiGP: Scharfe Schere für scharfe Racer

2019 FIA Formel 1 myWorld Grosser Preis von Österreich – Rennen – Sonntag
Wetter: sonnig, 33,6-33,2°C Luft, 51,7-51,5°C Asphalt

Mit Versprechungen muss man vorsichtig sein. Einige können aus einer Situation heraus spontan gemacht werden, andere können wohl überlegt gegeben werden. Doch grundsätzlich gilt: Wenn man etwas versprochen hat, muss man sein Wort halten. Als Antonio unserem Teamchef Fred versprach, er könne mit einer Schere kommen und sich über die üppige Mähne des Italieners hermachen, sobald er einen Punkt geholt hat, hätte er vorhersehen müssen, dass er früher oder später Haare lassen muss.

Heute war es soweit. Eine temperamentvolle Leistung von Kimi und eine voller Zuversicht von Antonio sorgten dafür, dass wir mit den Plätzen neun und zehn erstmals in dieser Saison mit beiden Autos in die Punkte kamen. Ganz besonders freuen wir uns über den ersten Punkt, den „unser Giovi“ letztlich einheimste. Es kostete Mut, es kostete Schweiß. Aber da ein Versprechen ein Versprechen ist (besonders wenn es dem Chef gegeben wird) kostete es auch ein paar Haare…

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Mit der Arbeit, die wir heute geleistet haben, bin ich sehr zufrieden. Erstmals im Verlauf dieser Saison brachten wir beide Autos in die Punkte. Und wir zeigten erneut, dass wir im vorderen Mittelfeld mithalten können. Sowohl Kimi als auch Antonio fuhren das Rennen intelligent. Beide wussten, wann sie angreifen und wann sie ihre Reifen schonen sollten, und sie holten den Lohn für das gesamte Team. Unterm Strich hätten wir vielleicht noch einige weitere Punkte holen können, als unser Duo zu Sainz aufschloss. Aber letztlich dürfen wir mit dem zufrieden sein, was wir erreicht haben. Während der letzten Rennen haben wir uns gesteigert und darauf wollen wir aufbauen und unsere Punkteernte fortsetzen.“

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
Ergebnis: Platz 9
Schnellste Runde: 1.09,126
Reifen: Gebrauchte Soft (23 Runden) – Neue Hard (46 Runden)

„Wir können damit zufrieden sein, gepunktet zu haben. Das war ein gutes Resultat für das Team. Der Start gelang mir gut, und die ersten Runden waren ziemlich okay. Dann aber wurde es ein wenig schwieriger. Ich hatte das Gefühl, mir fehle es ein wenig an Tempo, um mit den Autos um mich herum mithalten zu können. Als das überwunden war, musste ich vorsichtig mit den Reifen umgehen. Es war ein Balanceakt, einerseits die Reifen lang genug am Leben zu halten und andererseits ausreichend schnell zu fahren. Das war ein wenig schade, doch am Ende erzielten wir ein gutes Ergebnis. Was Steigerungen angeht, haben wir immer noch Luft nach oben. Ich denke, gestern waren wir etwas besser, aber wir steigern unsere Performance.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 02/Ferrari)
Ergebnis: Platz 10
Schnellste Runde: 1.09,051
Reifen: Gebrauchte Soft (24 Runden) – Neue Hard (45 Runden)

„Ich bin so happy, meinen ersten Punkt geholt zu haben. Es ist ein großartiges Gefühl, und mir ist eine große Last von den Schultern gefallen. Ich denke, das war das Maximum, das wir heute erreichen konnten. Ich freue mich wirklich sehr, dass beide Autos in die Top 10 kamen. Gestern hatten wir ein sehr gutes Qualifying, doch das heutige Rennen war sehr schwierig. Perez war über weite Strecken des Nachmittags direkt hinter mir und übte mächtig Druck aus. Aber ich wollte unbedingt diesen Punkt. Ich bin der Meinung, dass heute viel von unserer Arbeit belohnt wurde, aber wir müssen noch weiter vorankommen. Seit Frankreich machten wir einen Schritt in die richtige Richtung, und so muss es weitergehen.“