Juni 29, 2019

#SpiGP: Höhenanpassung

2019 FIA Formel 1 myWorld Grosser Preis von Österreich – Qualifying – Samstag
Wetter: FT3: sonnig, 24,8-26,9°C Luft, 47,3-49,8°C Asphalt; Q: sonnig, 29,6°C Luft, 52,4-50°C Asphalt

Sich in großen Höhen aufzuhalten, ist kein Kinderspiel. Für einen untrainierten Körper ist es ein große Aufgabe. Es ist ungemütlich. Zunächst fühlt es sich ungewohnt an. Doch ein so schönes und belastbares Ding wie der menschliche Körper kann sich anpassen. Die Akklimatisierung dauert eine Weile und sie ist kein einfacher Prozess. Aber es ist machbar – und wenn man sich erst einmal an die dünne Luft gewöhnt hat, öffnen sich neue Horizonte.

Wir sprechen offensichtlich nicht von den luftigen Höhen um Spielberg, dem Städtchen in der Steiermark, in dessen Nähe das Rennen dieses Wochenendes ausgetragen wird. Auf 660 Metern über dem Meeresspiegel ist der Unterschied zu normalen Bedingungen kaum spürbar – unser Zuhause in Hinwil liegt mit 585 Metern nur geringfügig tiefer.

Wir beziehen uns natürlich auf die Startplätze, die wir morgen beim Grand Prix von Österreich einnehmen werden. Mit P6 und P7 nehmen wir in der Startaufstellung unsere bisher besten Ränge dieser Saison ein. Eine Woche nach unserer positiven Leistung in Frankreich, wo Antonio im Qualifying der Sprung in Q3 gelang und Kimi im Rennen Siebter wurde, kann dies jetzt kein Zufall sein. Es ist Fortschritt. Jeder Tag, den wir in solchen Höhen verbringen, macht das Leben in dieser Umgebung ein wenig einfacher.

Der Weg nach ganz oben ist noch weit. Wir sind wohl gerade erst vom Basislager aufgebrochen, aber wir gewöhnen uns mehr und mehr an die dünne Luft, und wir machen uns an den Aufstieg.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Beide Autos in Q3 zu bringen, war unser Ziel für den heutigen Tag. Dies erreicht zu haben, macht uns zufrieden. Auf einer derart kurzen Rennstrecke sind die Abstände zwischen den Autos minimal. Kimi und Antonio gelang es, gute und saubere Runden zu fahren, die uns die bisher besten Startplätze des Jahres brachten. Jetzt müssen wir eine gute Strategie entwickeln, die es beiden Fahrern erlaubt, das Beste aus ihren Startpositionen zu machen. Dieses Rennen wird eine Herausforderung, doch wir sind zuversichtlich, ein gutes Ergebnis erzielen zu können.“


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
3. Training: Platz 13 / 1.05,514 (21 Runden) / Q: Platz 7* / 1.04.166 (23 Runden)

„Über das heutige Resultat können wir uns sehr freuen. An Speed fehlte es während des ganzen Wochenendes nicht, und wir haben im Qualifying das bekommen, was wir wollten. Alle liegen hier sehr dicht beieinander, und wenn man alles auf die Reihe bekommt, kann man weit nach vorn kommen. Ich denke, wir hätten vielleicht sogar Norris schnappen können, denn die Abstände sind so klein. Aber ich bin auch so zufrieden. Morgen wird es ernst, und wir werden versuchen, den bestmöglichen Job zu machen. Immer noch müssen wir uns verbessern, aber wir haben eine gute Ausgangsposition. In der Startrunde müssen wir vorsichtig sein und einen guten Job machen. Anschließend werden wir sehen, wo wir am Ende landen.“


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 02/Ferrari)
3. Training: Platz 9 / 1.05,336 (17 Runden) / Q: Platz 8* / 1.04,179 (22 Runden)

„Mit der heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden – mit meiner und der des ganzen Teams. Seit Frankreich hat unser Auto einen Schritt nach vorn gemacht. Ich habe von Mal zu Mal mehr Vertrauen, wenn ich in das Auto steige. Und was die Arbeit, die wir als Team gemeinsam leisten, betrifft, bin ich happy. Mit zwei Autos in der Top 10 haben wir eine gute Chance, Punkte zu holen. Wir müssen allerdings noch die beste Strategie für das Rennen ausarbeiten. Unser Tempo während der Long-Runs war gut, und ich denke, dass wir beim morgigen Kampf mitmischen können. Wir werden jedenfalls alles geben, um ein gutes Resultat heimzufahren.“

*Beide Fahrer werden in der Startaufstellung wegen Kevin Magnussens Strafe je einen Platz vorrücken.