September 30, 2019

#SocGP: Schwarzes, Schwarzes Meer

2019 FIA Formel 1 VTB Russland Grand Prix – Rennen – Sonntag
Wetter: sonnig, 21,7-22,7°C Luft, 35,1-33,5°C Asphalt

Sotschi ist ein wunderschöner Ort: Gelegen am warmen Strand des Schwarzen Meeres vor der beeindruckenden Bergkulisse und mit dem lebendigen sportlichen Erbe des Olympia-Parks. Uns kommt kein anderer Schauplatz sportlicher Ereignisse in den Sinn, an dem Olympische Spiele, Gruppenspiele der Fußball-WM sowie Rennen des Grand Prix-Championats stattfanden.

Leider harmonierte die so angenehme Umgebung für das Team nicht mit dem Ausgang des Wochenendes, das letztlich nicht gerade glücklich verlief. Auf ein schwieriges Qualifying folgte ein sehr unglückliches Rennen, in dessen Verlauf unsere gute Pace durch eine desaströse Startrunde zunichte gemacht wurde. Als das Feld erstmals wieder Start-und-Ziel passierte, hatten wir ein Auto mit ramponiertem Frontflügel und eins, das bereits zu einer Durchfahrverbots-Strafe verdonnert war. Das genügte, um selbst unverbesserliche Optimisten nicht mehr an ein gutes Abschneiden glauben zu lassen.

Wir kämpften. Dank des Safety-Cars kamen wir sogar wieder ins Rennen zurück, weil das Feld wieder zusammenrückte. Doch in der Endabrechnung reichte es nicht, die Punkte zu holen, die wir so dringend wollten. Wir machen uns auf den Heimweg nach Hinwil und sind wild entschlossen, uns wieder zurückzumelden und Zweifler damit Lügen zu strafen. Trotzdem ist nicht zu leugnen: Unsere Stimmung ist zur Zeit eher finster. Das Meer ist am heutigen Abend hier nicht das Schwärzeste…


Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:

„Bedauerlicherweise war dies ein weiteres Rennen, das sich bereits während der ersten Runde zu unseren Ungunsten entschied. Antonio gelang ein guter Start, und es so sah aus, als könne er einige Plätze gutmachen, bevor er zwischen Grosjean und Ricciardo eingeklemmt wurde. Es gab nichts, was er hätte tun können, um einen Kontakt zu vermeiden. Leider wurde sein Auto beschädigt. Wir holten Antonio an die Boxen, um die Reifen zu wechseln und einen neuen Frontflügel zu montieren. Im weiteren Rennverlauf bekam er während einer Safety-Car-Phase weiche Reifen. Doch er hatte immer Mühe, die Lücke nach vorn zu schließen. Was Kimi betrifft, so wurde er wegen einer Strafe für seinen Frühstart ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Von dort wieder nach vorn zu fahren, war natürlich zu viel verlangt. Das waren einige harte Rennen. Entsprechend müssen wir uns neu sortieren und für die ausstehenden Rennen der Saison wieder in die Spur kommen.“

 

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
Ergebnis: Platz 13
Schnellste Runde: 1.34.47,902
Reifen: Medium (9 Runden) – Medium (18 Runden) –  Soft (26 Runden)

„Von Beginn an war es ein sehr schwieriges Rennen. Ich machte einen Frühstart, und von diesem Moment an war mir klar, dass eine Strafe folgen würde. Wir versuchten, unser Bestes zu geben, und dank des Safety-Cars konnte ich wieder zum Feld aufschließen. Die letzten vier Rennen waren für uns sehr schwierig. Also müssen wir verstehen, was falsch gelaufen ist und versuchen, uns zu verbessern. In Spa waren wir wirklich stark. Potenzial ist also vorhanden: Wir müssen einfach nur auf diesen Level zurückkehren.“

 

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
Ergebnis: Platz 15
Schnellste Runde: 1.34.52,338
Reifen: Soft (2 Runden) – Hard (25 Runden) – Soft (26 Runden)

„Eindeutig war das nicht das Rennen, auf das ich gehofft hatte. Aber es ist wie es ist. In der ersten Runde steckte ich zwischen Ricciardo und Grosjean fest: Ich weiß nicht, ob Daniel klar war, dass sich Romain auf der anderen Seite neben mir befand. Wie auch immer, ich landete zwischen den beiden wie der Belag auf einem Sandwich. Ich versuchte, Tempo wegzunehmen, aber das genügte nicht, um den Kontakt zu vermeiden – wir berührten uns. Wir müssen checken, welche Schäden es insgesamt gab. Der Schlag war ziemlich heftig, und anschließend fühlte sich das Auto nicht wirklich richtig an.“