September 28, 2019

#SocGP: Ein Tag à la Achterbahn

2019 FIA Formel 1 VTB Russland Grand Prix – Qualifying – Samstag
Wetter: FT3: sonnig, leicht bewölkt, 21,4-21,9°C Luft, 25,9-26,8°C Asphalt; Q: sonnig, leicht bewölkt, 22,1°C Luft, 31,3-30,3°C Asphalt

Die Formel 1 kann ein launischer Sport sein. Manchmal läuft es gut, gelegentlich läuft es weniger gut: Was allerdings wirklich oft beeindruckt, ist die Geschwindigkeit, mit der sich der Lauf der Dinge ändern kann. Heute war einer dieser Tage – unser Team bewies zunächst Konstanz und Biss, verbuchte dann aber letztendlich ein enttäuschendes Ergebnis.

Bis zum heutigen Nachmittag war es ein schwieriges Wochenende: Die drei Trainingssitzungen hatten gezeigt, dass es nicht einfach war, den C38 auf die Rennstrecke von Sotschi abzustimmen. Jetzt kamen Biss und Ausdauer ins Spiel: Unsere Ingenieure studierten alle Daten, analysierten jede Menge Informationen und stimmten die Rennwagen anschließend anders ab. Diese Veränderungen führten dazu, dass sich die Fahrer im Cockpit wohler fühlten, als das Qualifying begann.

Leider sind Anstrengungen dieser Art nur ein Teil der Gleichung. Heute jedenfalls hatte das Team das Glück nicht auf seiner Seite. Ein Flüchtigkeitsfehler während einer ansonsten schnellen Runde hatte zur Folge, dass Kimi Q1 nicht überstand. Antonio aber ließ die Flamme des Teams weiterhin brennen, doch dann verpasste er – zum zweiten Mal in Wochenfrist – den Sprung in Q3 um Sekundenbruchteile. Diesmal fehlten ihm 0,15 Sekunden. Trotzdem hat er morgen noch gewisse Chancen, mit um die Punkte zu kämpfen.

Dieser Samstagnachmittag brachte Höhen und Tiefen. Wenn man im benachbarten Sotschi-Park die beeindruckenden Fahrgeschäfte sieht, hätten wir eigentlich damit rechnen müssen, dass dieser Tag etwas von einer Achterbahn haben würde.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Es ist immer ein Jammer, wenn man ein Auto in Q1 verliert. Es war ein kleiner Fehler von Kimi, aber der genügte, um den Cut zu verpassen. Das zeigt, wie eng es im Mittelfeld zugeht. Letztlich bleibt nichts, als aus dieser Sitzung das Positive mitzunehmen: Am Ende von Q2 fehlten uns gerade einmal 0,2 Sekunden an P7. Entsprechend können wir mit Blick auf das morgige Rennen einen guten Kampf erwarten. Im Training war unsere Pace bei den Long-Runs okay. Wenn wir uns während der ersten Runden aus Rempeleien heraushalten, können wir im Kampf um die Punkte mitmischen.“


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
3. Training: Platz 17 / 1.35,714 (19 Runden) / Q: Platz 16 / 1.34,840 (8 Runden)

„Bisher war es ein schwieriges Wochenende, aber im Qualifying fühlte ich mich deutlich besser. Für den Nachmittag hatten wir einige große Veränderungen vorgenommen, die das Auto ziemlich verbesserten. Ich konnte meine Rundenzeit senken, aber mir unterlief ein kleiner Fehler – in Kurve 10 wurde ich zu weit nach außen getragen, was mich auf der Gegengeraden das notwendige Tempo kostete. Das war´s dann – ohne das hätte ich Q2 locker erreicht.“


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
3. Training: Platz 14 / 1.34,766 (15 Runden) / Q: Platz 13 / 1.34,037 (14 Runden)

„Heute bemühte ich mich darum, mein Bestes zu geben, aber letztlich verfehlten wir die Top 10 ganz knapp. Morgen werde ich von P12 (wegen der Strafe für Gasly) ins Rennen gehen. Ich habe freie Reifenwahl, was einen kleinen Vorteil bringen kann. Was das Renntempo angeht, so ist es schwer zu sagen, wo wir stehen, aber ich hoffe, wir werden morgen konkurrenzfähig sein. Natürlich hatten wir uns von dieser Sitzung mehr versprochen, aber mit einem guten Start und einer guten Strategie werden wir mit um Punkte kämpfen können. Niemand kann vorhersagen, wie das Wetter morgen sein wird. Falls es regnen sollte, ist alles möglich. Ziel ist es, beide Autos auf Punkterängen nach Hause zu bringen. Der Schlüssel hierfür sind weitere Verbesserungen.“