November 16, 2019

#SaoGP: Rutschiger Freitag in Brasilien

2019 FIA Formel 1 Heineken Grande Prêmio do Brasil – Training – Freitag
Wetter: FT1: starker Regen, entsprechend bewölkt 19,6-17,2°C Luft, 26,2-20,7°C Asphalt; FT2: bewölkt, 20,6-18,4°C Luft, 25,4-22,5°C Asphalt

Interlagos ist ein tückischer Ort. Im besten Fall ist es eine anspruchsvolle Rennstrecke, aber sie kann teuflisch schwierig sein, sobald sich die Himmelsschleusen öffnen. Dann ist es eine Piste, welche die Fahrer einlädt, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, weil sie dann mit Tücken und Fallstricken gespickt ist. Heute wurde das eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Wir erlebten, wie die Autos (inklusive ihrer Insassen) in jeder Kurve vom spiegelglatten Belag rutschten. Die Kerbs verwandelten sich in Bananenschalen und der Rasen der Auslaufzonen in Rutschbahnen. Interlagos bei Regen ist eine echte Härteprüfung.

Und trotzdem beenden wir diesen Tag mit einem positiven Ausblick. Kimi und Antonio hielten sich unter diesen schwierigen Bedingungen nicht nur aus allen Wirren heraus – dies gelang ihnen, während sie ein gutes Tempo vorlegten. Training ist natürlich nur Training, und beide wiesen umgehend darauf hin, dass es nicht wirklich wichtig ist, ob man freitags Erster oder Letzter ist (obwohl wir natürlich Ersteres vorziehen). Aber es war sicherlich ein guter erster Tag, eine solide Basis für den Rest des Wochenendes.

Das morgige Qualifying wird ein Kampf. Für eine Runde benötigt man circa 70 Sekunden, womit die Rundenzeiten zu den kürzesten des gesamten Kalenders zählen. Jeder Fehler, jede Ungenauigkeit kostet Plätze in der Rangordnung. Wir müssen blitzsauber auftreten, um uns die Startplätze zu sichern, die wir für erreichbar halten. Aber wir sehen dem Samstag zuversichtlich entgegen und sind bereit für den bevorstehenden Kampf.

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
1. Training: Platz 14 / 1.19,532 (12 Runden) / 2. Training: Platz 8 / 1.10,210 (39 Runden)

„Trotz schwieriger Bedingungen war es ein positiver Start in unser Wochenende. Es ist gut, den Tag in der Top 10 zu beenden, auch wenn es nur ein Trainingstag war. Sicherlich haben wir bezüglich der Abstimmung noch viel Arbeit vor uns. Aber wir werden versuchen, uns weiter zu verbessern und dann sehen, wo wir morgen landen. Im Qualifying wird es – wie immer hier – sehr eng zugehen. Eine Runde ist derart kurz, dass nur eine Zehntelsekunde einen Unterschied von mehreren Plätzen ausmachen kann: Man muss seine Runde absolut perfekt fahren, um sich vorn zu platzieren. Wir werden sehen, welche Bedingungen morgen herrschen, aber wir können zuversichtlich sein, mitmischen zu können.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
1. Training: Platz 15 / 1.19,600 (18 Runden) / 2. Training: Platz 13  / 1.10,419 (36 Runden)

„Ich denke, wir können mit unserer heutigen Arbeit zufrieden sein. Wir hatten ein intensives Programm, und wir drehten auch einige Runden bei Nässe – das war eine gute Erfahrung. Was die Zeiten betrifft, ging es nachmittags wirklich eng zu. Ich meine, das war ein Vorgeschmack auf das, was wir im Qualifying zu erwarten haben. Wir müssen konzentriert bleiben, alles bündeln und morgen aus jeder Kurve 100 Prozent holen. Wie immer ist es unser Ziel, Q3 zu erreichen. Ich bin zuversichtlich, dass dies in Reichweite liegt.“