November 17, 2019

#SaoGP: Der Samstag als Basis

2019 FIA Formel 1 Heineken Grande Prêmio do Brasil – Qualifying – Samstag
Wetter: FT3: bewölkt 21,8-19,4°C Luft, 44,5-32,3°C Asphalt; Q: bewölkt, 21,4-20,1°C Luft, 35,6-30,3°C Asphalt

Richtigen Ruhm gibt es samstags nicht zu ernten. Ein gutes Abschneiden kann zu flüchtiger Zufriedenheit führen, aber greifbare Belohnung bekommt man im Qualifying nicht. Der zweite Action-Tag auf der Piste ist zwar sehr wichtig, aber er ist nicht mehr als ein Baustein: Genauer gesagt der Grundstein für die Dinge, die am Sonntag folgen sollen. Dann erst ist es wirklich wichtig.

Dennoch: Ein Auto in Q3 zu bringen (und eines mit sehr geringem Rückstand knapp außerhalb), ist ein Ergebnis, das uns für den Rest des Wochenendes des Grand Prix von Brasilien optimistisch stimmt. Als es darauf ankam, lieferte Kimi Räikkönen eine klinisch reine Vorstellung. Auf dem Weg zum neunten Rang, der ihm in der morgigen Startaufstellung P8 bringt, meisterte er jede Hürde. Auf der Rennstrecke, auf der er im Jahr 2007 zum Weltmeister gekrönt wurde, stellte Kimi seine Klasse unter Beweis. Antonio verpasste einen Platz in der Top 10 um gerade einmal 0,06 Sekunden. Auf einer derart kurzen Rennstrecke machte er im dicht gedrängten Mittelfeld gewaltig Druck. Er gab alles, aber unterm Strich scheiterte er knapp. Der Start von P12 bietet ihm immer noch große Chancen, Plätze gutzumachen und auf einen der Punkteränge zu fahren.

Ereignisreiche Rennen gab es in Brasilien immer wieder. Auf einer derartigen Rennstrecke spielen sowohl die Strategie, als auch Tempo und reines Glück eine Rolle – unabhängig davon, ob das Wetter mitspielt oder nicht. Das morgige Vorzeige-Event wird lang und unberechenbar verlaufen: Aber wir haben alles getan, um uns die besten Chancen zu ermöglichen, sobald die Lichter der Startampel erlöschen.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Wir können mit der heutigen Arbeit zufrieden sein, dürfen uns deshalb aber nicht zu sehr hinreißen lassen. Der Sonntag ist der Tag, an dem die Punkte vergeben werden, und wir haben noch viel Arbeit vor uns, um unsere Ausgangsposition zu optimieren. Heute leisteten wir gute Arbeit, und im Training sah unser Renntempo positiv aus. Entsprechend können wir darauf hoffen, im Rennen konkurrenzfähig zu sein. Am heutigen Abend werden wir unsere Hausaufgaben erledigen, um bereit zu sein, morgen das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen.“

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
3. Training: Platz 11 / 1.09,619 (21 Runden) / Q: Platz 9 / 1.08,984 (20 Runden)

„Mit dem heutigen Ergebnis können wir zufrieden sein. Die Abstände im Mittelfeld sind sehr gering. Ein kleiner Unterschied kann viele Plätze ausmachen. Wir haben halt P9, und morgen werden wir sehen, was wir im Rennen erreichen können. Unverändert habe ich den Eindruck, dass wir weiteres Potenzial für Steigerungen haben – wir können viel mehr erreichen, aber es ist natürlich immer so, dass man noch mehr möchte. Es ist schwer vorherzusagen, wie sich das Rennen entwickeln wird, aber wir werden uns auf jeden Fall bemühen, einen guten Job zu machen, um am Sonntag ein gutes Resultat heimzufahren.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
3. Training: Platz 8 / 1.09,462 (20 Runden) / Q: Platz 13 / 1.08,919 (14 Runden)

„Ich wusste, dass ich eine Chance hatte, in die Top 10 zu kommen. Also machte ich während meiner letzten Runde in Q2 gewaltig Druck. Leider drehte ich mich und verpasste den Sprung letztlich um gerade einmal 0,06 Sekunden. Es ist, wie es ist – uns war klar, dass die Abstände auf einer derart kurzen Piste sehr klein sind. Aber wir haben immer noch eine gute Chance, morgen in die Punkte zu fahren. Gestern war ich mit unserem Renntempo sehr zufrieden, und für den Start haben wir freie Reifenwahl. Also können wir im Rennen hoffentlich einige Plätze gutmachen.“