März 9, 2020

Robert’s Strecken Guide

Ich freue mich sehr auf den Groβen Preis von Australien an diesem Wochenende. Es ist die erste Chance, zu sehen, wo wir im Vergleich zu unseren Konkurrenten wirklich stehen, es ist also ein recht interessantes Rennen. Natürlich werde ich nicht im Auto sitzen, aber ich werde meinen Teil dazu beitragen, Kimi, Antonio und dem Team bei unseren technischen Besprechungen zu helfen.

Der Albert Park ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, eine meiner Favoriten. Melbourne ist eine groβartige Stadt, die Fans schaffen eine wirklich besondere Atmosphäre für uns alle – und ich habe hier 2010 ein Podium bekommen, also gute Erinnerungen!

 

Es ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, die es zu meistern gilt, und die Bedingungen ändern sich über das Wochenende ständig. Man muss sehr präzise sein und auf eine saubere Linie achten, und das gilt für die gesamte Strecke. Die Entwicklung der Strecke ist signifikant: Freitags ist die Strecke wirklich grün, man muss also etwas Spielraum lassen, da es recht einfach ist, darüber hinauszufahren. Es gibt hier nicht viele Auslaufzonen, ein Fehler und man fährt gegen die Mauer. Man spürt jedoch, dass man mit jedem Lauf schneller und schneller wird, wenn die Strecke gummierter wird und man an Selbstvertrauen gewinnt: Man kann die FP3 mehrere Sekunden schneller beenden als zu Beginn des Wochenendes.

 

Die Grip Levels sind ziemlich schlecht, daher ist die Fahrbarkeit ein Hauptziel bei der Wahl der Abstimmung. Der Untergrund ist ziemlich holprig, insbesondere die erste Schikane und die Einfahrt in Kurve sechs, und es ist wichtig, die erforderliche Bremsstabilität zu finden.

Dies sind nicht die einzigen Herausforderungen des Groβen Preis von Australien: Die Reifen sind wie immer ein entscheidendes Element, und zwischen der glatten Oberfläche und den kalten Temperaturen kann es schwierig sein, die richtige Abstimmungen zu finden. Und natürlich ist das Wetter hier immer ein Fragezeichen – man kann die vollen vier Jahreszeiten an einem Tag haben.

Es gibt nicht viele gute Überholungsmöglichkeiten auf dieser Rennstrecke, und jede Bewegung birgt die Gefahr, dass man im Dreck landet, abseits der Rennlinie. Runde drei ist vielleicht die beste Kurve, um ein Überholmanöver anzusetzen, wenn man den Vorteil nutzten kann, dass das vorausfahrende Auto aus der ersten Schikane schlecht herauskommt.

Letztendlich ist dies eine Strecke, an der man seinen ganzen Kampfgeist benötigt. Das Rennen wird oft zu einer Zermürbungsschlacht: zwischen den Problemen mit der Zuverlässigkeit beim Saisonstart und der unnachgiebigen Strecke ist es nicht ungewöhnlich, dass eine hohe Zahl von Ausfällen zu verzeichnen sind. Nur das zum Ende des Rennens schaffen, gibt einem eine gute Chance, im Kampf um die Punkte, zu bestehen.