Juni 19, 2019

#PrcGP: Eine neue Seite wird aufgeschlagen

Eine Formel 1-Saison ist kein Kontinuum. Die Abfolge der Rennen gibt Teams und Fahrern alle zwei Wochen die Chance für einen Neubeginn. An jedem Rennwochenende gibt es einen klaren Schnitt, der neue Möglichkeiten eröffnet, auf denen aufgebaut werden kann.

Eine solche Wendemarke hat Antonio Giovinazzi auf seinem Weg zum Grand Prix von Frankreich in Le Castellet, wo der achte WM-Lauf der Saison 2019 ausgetragen wird, vor Augen. Am letzten Samstag gab der junge Italiener auf den Straßen zwischen Faenza und Brisighella zur Freude tausender seiner begeisterten Landsleute mächtig Gas: An jenem Tag wurde er mit der Trofeo Bandini geehrt. Diese prestigeträchtige Auszeichnung wurde ihm als Anerkennung für seinen Karriereweg vom Kartsport bis in die Formel 1 verliehen. Die Liebe und Zuneigung seiner Landsleute erinnerte ihn an die Bedeutung seiner Rolle als erster italienischer F1-Rennfahrer seit 2011. Jubel begleitete ihn auf jedem Meter seiner Fahrt.

In den Kreis jener Champions aufgenommen zu werden, die diese Auszeichnung zuvor erhalten haben, ist eine Ehre sowie eine Verpflichtung. Es ist eine große Motivation, es künftig noch besser zu machen und zu zeigen, dass ich diese Anerkennung verdient habe. Ich bin grundsätzlich davon überzeugt, dass harte Arbeit der einzige Weg ist, der großartige Resultate ermöglicht. In der Formel 1 ist das nicht anders. Ich bin auf mein Ziel fokussiert, ganz unabhängig davon, wie steinig der Weg dorthin ist. Und ich möchte sicherstellen, dass wir den Lohn für unsere Arbeit – der uns bisher versagt war – erhalten werden.

Mein Vertrauen ist ungebrochen, denn ich weiß, dass wir es als Team schaffen können. Nur diejenigen, die nicht kämpfen, haben bereits verloren, und wir werden niemals aufgeben.“

Es ist die Stimmung der Öffentlichkeit am vergangenen Wochenende, die Antonio das Vertrauen gibt, das er für diese Saison benötigt: Die notwendige Energie, um bezüglich der Resultate die Wende zu schaffen. Er will die hohen Erwartungen erfüllen, die er als Talent geweckt hat. In der Vergangenheit hat es jedenfalls geklappt: Alle bisherigen Gewinner der Trofeo Bandini ernteten großen Erfolg – beispielsweise Fernando Alonso im Jahr 2005 oder Sebastian Vettel 2009. Last but not least zudem ein gewisser Robert Kubica, der seinen einzigen Sieg nur wenige Wochen nach seiner Ehrung im Jahr 2008 heimfuhr.

Es fühlte sich unglaublich an, inmitten all dieser Fans zu fahren“, sagte Antonio und ergänzte: „.Ich werde diese Zuneigung zu einer Kraft machen, die mich antreibt.“

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing Und CEO Sauber Motorsport AG:
„Die letzten drei Rennen verliefen nicht nach Plan. Es wäre zu einfach, dies auf Pech oder unglückliche Umstände zurückzuführen. Wir müssen als Team weniger Fehler machen und härter arbeiten. Damit haben wir nach unserer Rückkehr aus Kanada begonnen, um das Potenzial unseres Autos voll auszuschöpfen. Gleichzeitig gibt es keinerlei Grund, uns kleinzumachen, denn wir beweisen Kampfgeist und werden die für die nächsten Rennen erarbeiteten Weiterentwicklungen, optimal nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Speed, den wir zu Saisonbeginn zeigten, wieder erreichen und mit um Punkte kämpfen werden.“

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
„Kürzlich hatten wir Probleme mit dem Grip, weshalb wir nicht schnell genug waren. In einigen Kurven lief es gut, während sich das Auto in anderen ziemlich merkwürdig anfühlte. Für das Rennen in Frankreich bekommen wir einige neue Teile. Deshalb sollten wir wieder die Leistung zeigen können, die wir zu Beginn der Saison hatten.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Siehe oben.