Mai 26, 2019

#McnGP: Rennen

2019 FIA Formel 1 Grand Prix von Monaco – Rennen – Sonntag
Wetter: bewölkt, 22.2-24°C Luft, 30.4-34.6°C Asphalt

Auf die nächsten 300

Wissen Sie, wie man das 300.  Rennwochenende in der Formel 1 am besten feiert?

Der arme Kimi. Erlebte ein elendes Wochenende. Zuerst musste er zwischen Fahrerlager und Boxengasse hin und her rennen, um die Hoheiten eines Landes zu begrüßen, das nicht einmal seines war.  (Majestäten, bitte fühlen Sie sich nicht beleidigt – wir fühlten uns geehrt, Sie bei uns zu haben.) Im Training wurde er von einem Force India (oder, um den großen Mann selbst zu zitieren: „Wie auch immer the f… die jetzt heißen.“) zerzaust, bevor wir mit ansehen mussten, wie die zu Beginn des Wochenendes aufkeimenden Hoffnungen zerbröselten und zu einem unterirdischen Qualifying mutierten.

Auch der Sonntag verlief keineswegs schön. Kimi zeterte und protestierte, weil er keine Feierlichkeiten wollte. Doch leider kennt unsere Liebe zum Iceman keine Grenzen und so wurde eine Torte zubereitet, die ihm in der Boxengasse überreicht wurde. Er musste sich sogar ein Lächeln abringen. War es das Zeichen, auf das wir gewartet haben, damit sich die Dinge an diesem Wochenende zu unseren Gunsten wenden? Nein, war es nicht. Zunächst Feindkontakt im Verlauf der Startrunde, Lance Stroll rückte ihm viel zu nahe auf die Pelle, und anschließend ein ereignisloses Rennen. An diesem Tag konnten wir nichts bieten. Kimi konnte nicht einmal Trost durch das Abschneiden seines Teamkollegen finden, denn auch Antonio erlebte ein verhageltes Wochenende.

Ein Tag zum Vergessen, aber es gibt noch Hoffnung: Finnland könnte Eishockey-Weltmeister werden.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG: „Es war ein schwieriges Wochenende für uns, und unser Rennen wurde effektiv bereits am Samstag beeinträchtigt. In einigen Phasen gehörten unsere Autos mit zu den schnellsten auf der Strecke, aber Monaco ist Monaco und das heißt, man kann keinen Boden gutmachen. Auch wenn man schneller als der Vordermann ist, sind Überholmanöver nahezu unmöglich. Und trotz einer Strategie-Variante beendeten wir das Rennen nahezu auf den Plätzen, von denen wir starteten. Nach dem viel versprechenden Training ohne Punkte abreisen zu müssen, ist enttäuschend. Aber hoffentlich können wir beim nächsten Mal, in Kanada, wieder punkten.“

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 03/Ferrari)
Platzierung: 17.
Schnellste Runde: 1.16,436

Reifen: Start auf weichen Reifen, Wechsel auf Medium-Reifen nach 46 Runden

„Wir hatten nicht mit einem einfachen Wochenende gerechnet, und leider stellte sich dies als begründet heraus. Es war ein recht langweiliges Rennen, und es gab keine Möglichkeit zu überholen. Wir kamen auf dem Platz ins Ziel, auf dem ich nach der ersten Runde lag. Trotz eines Schadens am Frontflügel, einigen Problemen vor und nach dem Boxenstopp und dem Rempler von Stroll muss ich sagen: Das all das letztlich nicht entscheidend für unsere Platzierung war. Sobald man einem Auto folgt, steckt man dort fest, es sei denn, der Vordermann bekommt ein massives Problem – so läuft das in Monaco. Wir haben bezüglich der Strategie etwas anderes versucht, da es keinen Sinn machte, das zu kopieren, was diejenigen machten, die am Start vor uns standen. Doch das brachte uns letztlich auch nicht weiter nach vorn. Das Einzige, was uns eine Chance hätte geben können, war Regen, aber der kam nicht.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
Platzierung: 19.  
Schnellste Runde: 1.16,299
Reifen: Start auf weichen Reifen, Wechsel auf Medium-Reifen nach 44 Runden

„Für uns war es kein sehr unterhaltsames Rennen. In der ersten Kurve verlor ich einen Platz an einen Williams. Obwohl ich schneller war, gab es keine Möglichkeit, wieder vorbeizukommen. In der Rascasse versuchte ich zu attackieren, aber der Platz reichte nicht für zwei Autos. Wir berührten uns und ich blieb stecken. Es war wirklich frustrierend, nicht an langsameren Autos vorbeizukommen, weshalb es aus meiner Sicht ein langweiliges Rennen war.“