Juni 5, 2021

Die Straßen beißen zurück

2021 FIA Formel 1 Großer Preis von Aserbaidschan – Qualifying – Samstag

Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi werden beim morgigen Grand Prix von Aserbaidschan auf den Plätzen 14 und 20 ins Rennen gehen, jedoch ist es ein Ergebnis, dass die starke Leistung des Teams auf den Straßen von Baku verdeckt.

Pace gab es im Überfluss. Aber an einem Tag, an dem nicht weniger als vier rote Flaggen das Qualifying unterbrachen, wegen fünf separater Zwischenfälle, war das Endergebnis nicht gerade erfreulich für Alfa Romeo Racing ORLEN. Sowohl Kimi Räikkönen als auch Antonio Giovinazzi hatten die Leistung auf ihrer Seite, aber die Umstände führten dazu, dass sie beide nicht in der Lage waren, sie zu nutzen. Der Italiener konnte keine Zeit setzen, nachdem er in seiner ersten gezeiteten Runde in Q1 in Kurve 15 gegen die Mauer gefahren war. Trotz der starken Leistung am Freitag wird er das Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen, eine Position, von der aus er 2016 in der GP2 gewonnen hatte.

Kimi zeigte in Q2 eine bewundernswerte Leistung, nachdem drei rote Flaggen dazu geführt hatten, dass alle seine frischen Reifen verbraucht waren: Trotz des alten Gummis sah er nach einer Zeit aus, die Q3 würdig war, bevor eine letzte Unterbrechung der Session dazu führte, dass sein letzter Versuch abgebrochen werden musste. In Q2 innerhalb einer Sekunde der Bestzeit zu liegen und mit frischen Reifen gleichauf zu sein, gibt Anlass zu Optimismus vor dem Rennen.

Morgen kann, wie das Klischee sagt, alles passieren. Mit der Pace, die wir gezeigt haben – unsere Beste an einem Samstag – haben wir gute Chancen, gut abzuschneiden. Baku ist eine Strecke, die Fahrer überrumpeln kann und ein Safety Car ist nie weit weg – das bedeutet, dass es von der Ampel bis zur Flagge viel zu kämpfen gibt.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing ORLEN und CEO Sauber Motorsport AG: „Das war unsere beste Qualifying-Performance bis jetzt in diesem Jahr: Ich weiß, es klingt seltsam, wenn ein Auto auf P14 steht und das andere nicht in der Lage ist, eine Zeit zu fahren, aber unsere reine Pace war die beste, die wir in dieser Saison an einem Samstag hatten. Kimi, der auf gebrauchten Reifen unterwegs war, war am Ende von Q2 weniger als eine Sekunde von der provisorischen Pole entfernt und nur 0,02 Sekunden von Ricciardo, der auf frischem Gummi unterwegs war. Er war auf einer guten Runde und hätte er auf der Zielgeraden Windschatten gehabt, sind wir zuversichtlich, dass er in die Top 10 oder in der Nähe davongekommen wäre. Antonio hatte Pech, dass er seine Session so früh beenden musste, nachdem er gestern in guter Form war, aber wir können zuversichtlich sein, was unsere Pace für morgen angeht. Wenn es nach dem heutigen Tag geht, kann morgen alles passieren und wir können um ein gutes Ergebnis kämpfen.“

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing ORLEN C41 (Chassis 04/Ferrari)
FT3: Platz 14 / 1.43,826 (17 Runden)
Q1: 1.42,923 (9 Runden)
Q2: Platz 14 / 1.42,587 (6 Runden)

„Wir sind eine gute Rundenzeit gefahren, obwohl wir nach all den roten Flaggen in Q1 nur noch gebrauchte Reifen hatten, und wir hätten ohne die rote Flagge am Ende von Q2 noch mehr erreichen können. Wir waren auf einer guten Runde, und hätten wir Windschatten gehabt, denke ich, wir hätten es bis ins Q3 schaffen können. Es war ein schwieriges Qualifying mit all den Unterbrechungen, aber mal sehen, was wir tun können: Wir schienen mit jeder Runde schneller und schneller zu werden, das Auto fühlte sich besser an als zu jedem anderen Zeitpunkt des Wochenendes, also haben wir das Gefühl, in die richtige Richtung zu gehen. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die wir verbessern müssen, aber das Gefühl im Qualifying wird immer besser. Morgen kann alles passieren: Wir müssen uns am Start aus allen Problemen heraushalten und sehen, was wir aus dem Rennen herausholen können.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing ORLEN C41 (Chassis 03/Ferrari)
FT3: Platz 17 / 1.44,113 (11 Runden)
Q1: Keine Zeit (4 Runden)

„Es ist enttäuschend, so einen Fehler zu machen, wo wir doch so stark aussahen. Ich habe in der Mitte der Kurve blockiert, und wenn das in so einer Kurve passiert, ist es sehr schwierig, sich davon zu erholen: Ich entschuldige mich beim Team, denn wir hatten es in uns, heute ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wenigstens ist das hier nicht Monaco, und wir können uns immer noch erholen und ein gutes Rennen fahren, besonders wenn unsere Pace so ist wie heute. Wir hatten den Speed, um in Q2 und vielleicht sogar in Q3 zu kommen, also werden wir nicht aufgeben: Hier in Baku ist alles möglich und wir werden bereit sein, die Chance zu nutzen.“