November 2, 2019

#AusGP: Verhextes Wetter?

2019 FIA Formel 1 Emirates United States Grand Prix – Training – Freitag
Wetter: FT1: sonnig, 13,0-12,7°C Luft, 22,5-21.8°C Asphalt; FT2: sonnig, 15,5-16,9°C Luft, 24,2-24,3°C Asphalt

Wir können nicht sagen, wann zuletzt eine offizielle Sitzung eines Weltmeisterschaftslaufs der Formel 1 bei einstelligen Temperaturen ausgetragen wurde und auch nicht, ob das jemals der Fall war. Alles, was wir wissen: Heute war es kalt – wirklich bitterkalt.

In der Vergangenheit bescherte uns Austin bereits Regen – jede Menge Regen –, aber auf unseren Reisen nach Texas erlebten wir normalerweise angenehm warme Temperaturen. Tatsächlich herrschte T-Shirt-Wetter, nicht vergleichbar mit den Bedingungen dieser Woche, die ein Schrei nach Wollmützen und Handschuhen sind. Aber so ist es halt. Uns bieten sich Bilder, die an Testfahrten vor Saisonbeginn erinnern: Mechaniker drücken sich an Reifenheizdecken, Schals werden von vielen getragen, und sogar die gute alte wattierte Winterjacke kommt zum Einsatz.

Für all das gibt es natürlich durchaus nachvollziehbare meteorologische Gründe: Eine unerwartete Kaltfront. Dies aber ergibt keine gute Story. Der Temperatursturz liegt wohl an der Halloween-Nacht von gestern auf heute. Das kann im Zweifel jeder bestätigen, der gestern Abend downtown Austin einen kurzen Spaziergang über die Sechste Straße machte, denn dort präsentierten sich dem interessierten Beobachter jede Menge Geister, Zauberer, Hexen und Dämonen. Ist etwa einer von ihnen für die frostige Luft verantwortlich?

Verhextes Wetter während des US Grand Prix? Das ist natürlich eine phantasievolle Geschichte. Aber wenn wir schon mit diesem Kältezauber leben müssen, dann sollten wir auch darüber nachdenken, dass es in der Welt der Magie noch Interessanteres geben könnte…

Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
1. Training: Platz 13 / 1.35,854 (22 Runden) / 2. Training: Platz 16 / 1.35,387 (34 Runden)

„Das war kein schlechter Start für unser Wochenende. Die Kälte war nicht so schlimm wie während der vergangenen Tage, und letztlich war es ja für alle gleich. Insgesamt haben wir nach den beiden ersten Trainingssitzungen ein besseres Gefühl. Es stimmt, die Rundenzeit entspricht nicht unserem Wunsch, aber die wahre Standortbestimmung folgt ja erst morgen.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
1. Training: Platz 15 / 1.36,037 (26 Runden) / 2. Training: Platz 10 / 1.34,839 (29 Runden)

„Wir beenden den Tag mit der zehntbesten Zeit, und das ist gar nicht so schlecht. Die Runden, die wir auf weichen Reifen fuhren, waren okay, und das stimmt mich zuversichtlich, dass wir konkurrenzfähig sein können. Ich bin erstmals hier, weshalb ich einige Runden brauchte, um die Rennstrecke zu verstehen: Der Belag ist sehr ausgesprochen uneben, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Aber ich fand schnell einen Rhythmus. Am heutigen Abend haben wir noch einiges zu tun, um sicherzustellen, das Auto zu haben, das wir im Qualifying benötigen. Doch mit der heute geleisteten Arbeit können wir zufrieden sein. Ich freue mich auf morgen.“