November 3, 2019

#AusGP: Licht und Dunkel

2019 FIA Formel 1 Emirates United States Grand Prix – Qualifying – Samstag
Wetter: FT3: sonnig, 18,5-19,3°C Luft, 25,6-26,7°C Asphalt; Q: sonnig, 20,5-25,3°C Luft, 27,2-20,8°C Asphalt

Seitdem er im Jahr 2012 in den Formel 1-Kalender aufgenommen wurde, hat sich der Circuit of the Americas im Rennsport als großartiges Ziel etabliert. Diese Rennstrecke bietet alles. Sie stellt eine Kombination aus schnellen Kurven, Haarnadelkurven, Geraden und winkligen Passagen dar. Die Fans sind leidenschaftlich und sehr gut informiert. Die Stadt ist einladend, und sie verwandelt sich während des GP-Wochenendes in ein gigantisches Festival der Formel 1.

Auch optisch ist die Anlage atemberaubend. Sehen Sie sich Luftaufnahmen dieses Circuit an, oder wagen Sie sich in die Höhe und erklimmen den COTA-Turm – Sie werden keinerlei Zweifel daran haben, wo Sie sich befinden. Die „Stars and Stripes“ der amerikanischen Flagge schmücken die Auslaufzonen vieler Kurven und verleihen der Rennstrecke aus jedem Blickwinkel eine unverwechselbare US-Atmosphäre.

Leider leuchtete heute unser Glücksstern nicht. Nachdem wir die meiste Zeit des Wochenendes ein gutes Tempo vorgelegt hatten, endete dieser gute Lauf ausgerechnet in dem Moment, als es begann, wichtig zu werden. Das war natürlich nicht der Samstag, den wir uns gewünscht hatten, aber deswegen lassen wir den Kopf nicht hängen. In vielen Action-Filmen kann man sehen, dass der Held zu einem gewissen Zeitpunkt scheinbar geschlagen ist. Jetzt hoffen wir darauf, dass sich das Blatt wie im Action-Film wendet und die Zuschauer den Atem anhalten. Morgen ist schließlich ein neuer Tag, und wir hoffen, dass unser Stern dann etwas heller strahlt.

Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Morgens machten wir einige große Schritte nach vorn und gingen deshalb recht zuversichtlich ins Qualifying. Doch letztlich unterlagen wir. Es ist enttäuschend, beide Autos bereits in Q1 zu verlieren. Die Abstände waren allerdings derart gering, dass uns die eine oder andere Zehntelsekunde in Q2 gebracht hätte. Es wird nicht einfach, von hinten startend Boden gutzumachen. Aber wir werden alles tun, um uns nach Kräften zurückzukämpfen. Jede sich bietende Gelegenheit wollen wir optimal nutzen.“


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
3. Training: Platz 8 / 1.34,513 (18 Runden) / Q: Platz 17 / 1.34,369 (8 Runden)

„Es ist eine Enttäuschung, nach einer guten Vormittagssitzung bereits in Q1 auszuscheiden. Beim Anbremsen von Kurve 12 unterlief mir ein Fehler – ein Rad blockierte, und das kostete mich mindestens drei Zehntelsekunden. Ohne diesen Zeitverlust hätte ich vier, fünf Plätze besser abgeschnitten, was mir die Teilnahme an Q2 gebracht hätte. Nach dem Fehler war die Sache gelaufen. Ohne ihn wäre mir der Sprung in Q2 locker gelungen. Wir haben viel Arbeit vor uns, um wieder mitmischen zu können. Wir werden unser Bestes geben.“

Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
3. Training:Platz 16 / 1.35,956 (15 Runden) / Q: Platz 16 / 1.34,226 (8 Runden)

„Heute hatten wir viel mehr erwartet, speziell nachdem wir im dritten Training ziemlich gut ausgesehen hatten. Doch am Ende verpasste ich den Sprung in Q2 knapp – weniger als eine Zehntelsekunde fehlte. Von unserem Startplatz aus wird das Rennen schwierig. Wir müssen verstehen, wie wir unsere Pace im Rennen maximieren können, an uns glauben und sehen, wohin uns das führt.“