Oktober 30, 2019

#AusGP: Der Bergkönig

2019 FIA Formel 1 Emirates United States Grand Prix – Vorschau

Der Anstieg hoch zur ersten Kurve bietet in Natura einen noch beeindruckenderen Anblick als im TV. Hoch geht es hinauf, was den Puls der Ingenieure in die Höhe jagt, wenn sie ihre übliche Streckenbegehung machen. Und für diejenigen, die auf dem Circuit of the Americas joggen, stellt die Steigung eine echte Herausforderung dar. Zudem ist die „blinde“ Kurve 1 ausgesprochen anspruchsvoll: Beim Einlenken ist der Scheitelpunkt, der jenseits des Kammes liegt, nicht einsehbar. Die Fahrer brauchen an dieser Stelle Runde für Runde eine Portion Gottvertrauen – sie wählen ihren Bremspunkt, lenken nach links ein und landen dann, wenn alles nach Plan läuft, knapp auf dem inneren Kerb, bevor es mit Vollgas weitergeht, wobei die gesamte Pistenbreite genutzt wird. Lenkt man zu früh ein, geht wertvoller Schwung verloren, lässt man sich zu weit hinaustragen, geht dem Piloten am Kurvenausgang der Asphalt aus.

Der Anblick dieses Hügels weckt natürlich bei einem unserer Fahrer positive Erinnerungen – nach einem tollen Start meisterte Kimi den steilen Anstieg und übernahm damit beim letztjährigen Grand Prix der Vereinigten Staaten die Führung. Das war der Beginn einer souveränen Fahrt, die er mit dem 21. Sieg seiner Karriere krönte.

Mit der Rückkehr nach Austin, ein Jahr nach seinem Triumph, steht der Kampf um die Krone des US GP vor einer Neuauflage. Eine ganze Reihe neuer Akteure ist bereit, den Fight aufzunehmen. Nicht zuletzt darunter: Unser ureigener Antonio, der erstmals hier in Texas antritt. Auch er wird diesen Hügel erklimmen, oben angekommen sein Können auf die Probe stellen und seinen Namen mit auf die Liste der Fahrer setzen, die sich dieser Herausforderung stellten.

An diesem Wochenende beginnt der Kampf erneut. Neue Anwärter auf den Thron werden sich in Szene setzen, ein neuer Sieger wird gekrönt. Aber bis jetzt regiert Kimi hier auf dem COTA als „amtierender“ Vorjahressieger. Noch trägt der König des Hügels seine Krone.


Frédéric Vasseur, Team Principal Alfa Romeo Racing und CEO Sauber Motorsport AG:
„Das Rennen in Mexiko lief nicht so, wie wir es erwartet hatten. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch Positives brachte. Im Vergleich zu vorherigen Rennen machten wir einige Fortschritte. Um etwas konkurrenzfähiger zu werden, müssen wir in den Vereinigten Staaten damit beginnen, darauf aufzubauen. Unsere Ziele bleiben unverändert – wir wollen um einen Platz in der Top 10 kämpfen und wissen, was wir tun müssen, damit das gelingt.“


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):
„Ich habe gute Erinnerungen, speziell an das Rennen im Vorjahr. Aber das spielt keine Rolle mehr, wenn ich an diesem Wochenende ins Cockpit steige. Jedes neue Rennen ist anders, und wir müssen uns auf unsere Arbeit konzentrieren, wenn wir einige Punkte mitnehmen wollen.“


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):
„An diesem Wochenende sind wir zurück im Auto. Damit bietet sich uns die Gelegenheit zu einer Steigerung gegenüber der Vorwoche und so im Rennen konkurrenzfähig zu sein. Uns ist klar, dass wir ein perfektes Wochenende abliefern müssen, um um an der Spitze des aktuellen Mittelfeldes mitkämpfen zu können. In Mexiko waren wir dazu nicht in der Lage, aber dies hier ist ein neues Rennen, und wir werden nach Kräften Druck machen.“