November 29, 2019

#AbuGP: Wie Tag und Nacht

2019 FIA Formel 1 Etihad Airways Abu Dhabi Grand Prix Training – Freitag
Wetter: FT1: sonnig, 26,1-26,8°C Luft, 35,8-36,4°C Asphalt; FT2: klar, dämmrig gegen Abend, 25,8-25,0°C Luft, 30,3-27,8°C Asphalt

Die Bedingungen beim Grand Prix von Abu Dhabi sind enorm variabel. Diesbezüglich zählt diese Rennstrecke mit zu den größten Herausforderungen für Fahrer und Ingenieure. Tagsüber ist es in den Emiraten sogar noch Ende November heiß, doch sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, sinken die Temperaturen. Das hat zur Folge: Unsere Autos (sowie deren Insassen) müssen innerhalb einer großen Bandbreite unterschiedlicher Bedingungen klarkommen. Diese Bandbreite kann sich in den Resultaten der Trainingssitzungen widerspiegeln.

Das zeigte sich heute beim Vergleich der Ergebnisse des ersten und des zweiten Trainings. Eine starke Vorstellung im Verlauf der ersten Trainingssitzung gibt uns für den Rest des Wochenendes reichlich Grund zu hoffen. Aber da das Qualifying und das Rennen am Sonntag bei kühleren Temperaturen des frühen Abends über die Bühne gehen, wird es entscheidend sein, die Performance der Boliden vom Typ C38 auch dann abrufen zu können, wenn das Flutlicht eingeschaltet wird.

Ein letztes Qualifying des Jahres 2019 steht uns bevor: Unsere Ingenieure brüten bereits über dem Datenmaterial, um aus dem morgigen Kampf um einen möglichst guten Startplatz das Beste zu machen. Erneut wird jede Kleinigkeit von Bedeutung sein – ganz gleich, ob bei hellem Tageslicht oder im Dunkel der Nacht.


Kimi Räikkönen (Startnummer 7):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 06/Ferrari)
1. Training: Platz 13 / 1.39,888 (17 Runden) / 2. Training: Platz 17 / 1.38,415 (30 Runden)

“Die Rundenzeiten vom Freitag haben eine nur geringe Aussagekraft. Entsprechend konzentriere ich mich darauf nicht allzu sehr. Wir müssen noch an einigen Dingen arbeiten, alle gesammelten Daten analysieren und vor dem morgigen Tag Verbesserungen vornehmen. Erst wenn das Qualifying läuft, werden wir sehen, wo wir im Vergleich zu den Übrigen stehen.”


Antonio Giovinazzi (Startnummer 99):

Alfa Romeo Racing C38 (Chassis 04/Ferrari)
1. Training: Platz 9 / 1.39,423 (20 Runden) / 2. Training: Platz 18 / 1.38,464 (32 Runden)

„Im FT1 sahen wir stark aus, aber während des morgigen Qualifying werden die Bedingungen eher denen ähneln, die während des FT2 herrschten, als es kühler war. Wir müssen alles überprüfen, was wir heute lernten, eine gute Abstimmung finden und alles auf den Punkt bringen, wenn es darauf ankommt.  Als ich Druck machte, unterlief mir ein kleiner Fehler, aber ich berührte die Wand nicht. Letztlich geht es darum, das Limit zu finden, und genau dafür ist das Training ja da. Die Rennstrecke ist recht lang, weshalb die Abstände natürlich größer sind, aber im Kampf im Mittelfeld wird es trotzdem unverändert eng zugehen. Wir müssen alle Daten, die am heutigen Abend vorliegen, analysieren und mit Blick auf morgen die richtigen Entscheidungen treffen.“